Podium zum Deutschen Lehrerpreis 2019 @ Didacta19 Köln

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Mein Skript zur Podiumsdiskussion im Rahmen der Didacta zum Deutschen Lehrerpreis 2019

Computer sind nutzlos, sie können nur Fragen beantworten." Picasso

Didaktik first, bedenken second

Herr Spang, bevor Sie in die Staatskanzlei gewechselt sind, waren Sie Lehrer, Sie kennen also die Situation in der Schule, waren aber auch damals schon digitaler Vorreiter. Wie sind Sie das Thema Digitale Schule während dieser Zeit angegangen? Was hat sich schon geändert?

Grundsätzlich: Auf den ersten Blick hat Digitalisierung etwas mit Technik zu tun. Schaut man genau hin, hat es aber etwas mit „Mindset“ zu tun. Wie verändert Digitalisierung die Art wie wir arbeiten und lernen und unsere gesamte Gesellschaft. Wie kann man die „Kultur der Digitalität“ mitgestalten und was bedeutet das für Schule? Für die Schule bedeutet das, Veränderung von Lernkultur – es geht um die sog. 21st Century Skills: Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken, Kreativität Als Musik und Rel Lehrer, der ich war, war die kreative Mediennutzung immer schon spannend. Und die Nutzung von Medien im Hinblick auf medienethische Fragestellungen, eigener Reflektierter Umgang mit Medien. Damals in 2011 ein Tabletprojekt initieert und geleitet mit den Techn Rahmenbedingungen umgegangen – und Lösungen auch zunächst selbstgestrickt – da sieht es heute ja anders aus. In Köln gibt es viele Schulen und in NRW generell sind wir da auf einem sehr guten Weg Zur Zusammenarbeit auf einem Wiki genutzt: Gemeinsames Arbeiten an Texten und an einer Wissensdatenbank. Erstellen von Lernspielen. Erklärvideos. Gamification. Junior Experts. EDtech Café Weblog iPad Projekt Gleichzeitig in 2013 Gründung des 1. Deutschen Twitterchat für Lehrende – als Grassroot Fortbildungs- und Vernetzungsoffensive Enge Zusammenarbeit und Austausch mit dem Schulamt (Amt für Informationsetnwicklung, aber auch Austausch mit Schulverlagen). Was hat sich geändert: Medienkompetenzrahmen NRW, Lehrerausbildung und Fortbildung, DED in Köln, mobile Digitalwerkstatt des Schulministeriums, Digitalstrategie NRW – Schwerpunkt Bildung, Projektgruppe Medienkompetenz, deutsches Lehrerforum Schwerpunkthema beim Deutschen Lehrerpreis – Unterricht Innovativ.



2. Alle reden zurzeit von der Digitalisierung der Schulen. Aber wie sieht es denn in der Gesamtgesellschaft aus, also bei denen, die nicht mehr von Schule erreicht werden?

In unserer Digitalen Gesellschaft - ,man nennt es auch „Post-Faktischen“ Zeitalter ist die Förderung von Medienkompetenz und medienethische Fragen ein gesamtgesellschaftliches Thema Ehrlich sind, sind viele Fragen noch offen. Gemeinsam aushandeln: Welche Werte sollen für uns alle gelten? Brauchen wir neue Gesetze, um sie durchzusetzen? Wie können technische Systeme diese Werte abbilden – und fördern? Neue, Innovative und Nutzerorientierte Angebote schaffen um Partizipation zu ermöglichen Verantwortung der Nutzerinnen und Nutzer von Sozialen Medien –was jede und jeder einzelne von uns über seine, über ihre Rolle in der digital geprägten Welt wissen muss - mitgestalten Digital Index – Jährliches Lagebild zur digitalen Gesellschaft Digitalisierungsgrad steigt auf 55 von 100 Punkten, Kompetenzen nehmen zu: Mehr Digitale Vorreiter und Mithaltende, weniger Menschen im digitalen Abseits als 2017 84 Prozent der deutschen Bevölkerung online, große Zuwächse bei über 60-Jährigen Chancen des mobilen Arbeitens bleiben ungenutzt Digitale Gesundheitsanwendungen und Smart Home noch nicht verbreitet, aber Offenheit teilweise vorhanden




3. Der Ministerpräsident von NRW hat das Thema „Medienkompetenz in die Fläche bringen“ gesetzt. Was bedeutet das für ihre Arbeit in der Staatskanzlei?. „Was passiert dazu in NRW – oder „Wie ist die Strategie der Landesregierung in NRW?“

Digitalstrategie NRW – online Beteiligungsprozess. Digitalkongress „Bildung und Kultur“, das in der Bürgerbeteiligung zum wichtigsten Thema gevoted wurde, Digitalisierung in 4 Dimensionen denken: Ethisch-rechtlich, ökonomisch, sozio-kulturell, wissenschaftl-technisch Hier steckt „ganz viel Schule“ drin, (Medienkompetenzrahmen, Schulen, Hochschulen, inner- und außerbetriebliche Wei-terbildungseinrichtungen, Orte der frühkindlichen Bildung und außerschulischen Jugendbildung. Alle Schulen müssen digitale Anwendungskompetenzen, informatische Grundbildung und kriti-sche Medienkompetenz vermitteln Wissen und Engagement der BürgerInnen nutzen und fördern – WBG, Ehrenamt Innovative Angebote für alle schaffen. Tag der Medienkompetenz Projektgruppe MeKo – alle Ressorts koordiniert zum Thema Meko Gemeinsame Projekte der Häuser: VR Angebote für Geflüchtete, Extremismusprävention Kooperation mit Partnern Gamescom – Games und Schule Verfolgen Statt löschen Institut für Digitalisierungsforschung Journalisten/Medienvielfalt – Barcamp im zushang der Ruhrkonferenz DigitalCheck NRW orientiert am MeKo Rahmen

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