Team3: "Künstlergruppe"

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Vorwort

"Eine gute Frage ist der beste Anstoß zu mehr Kreativität."

Ganz nach diesem Motto hat der KreatiVlog das Ziel, kreativen Köpfen die Umsetzung ihrer Hobbies zu erleichtern. Egal ob Hobbyautor, -musiker oder -fotograf: Auf dem YouTube-Kanal unseres KreatiVlogs haben wir - das sind Franziska Regnath, Nina Simmeth und Dorothea Keßler - im Laufe des Wintersemesters 2012/13 mehrere Videos zu allen drei Bereichen hochgeladen. Wir wollen damit eine Anlaufstelle für all diejenigen sein, die eines dieser Hobbies verfolgen und Tipps für die Praxis suchen. Welche Technik eignet sich für Musik-Aufnahmen? Woher nimmt man Ideen zum Schreiben? Was ist der goldene Schnitt und warum ist er wichtig für Fotografen? Wie erstellt man ein Musikvideo? Wie schreibt man abwechslungsreich? Wo kann man im Internet seine Fotos veröffentlichen? Auf all solche Fragen will der KreatiVlog Antworten geben und so helfen, anfängliche Hürden bei der Entfaltung der eigenen Kreativität zu überwinden.

Projektüberblick

Ziel des Projekts ist es, zur Erweiterung der neuen Lernkultur im Web 2.0 beizutragen. Dazu nutzt der KreatiVlog einige Internetplattformen in unterschiedlichem Maße. Er soll prinzipiell allen am Thema interessierten Internetnutzern, insbesondere aber Jugendlichen, Tipps und Tricks aus den Bereichen Musizieren, Fotografie und kreatives Schreiben näherbringen. Das Webangebot, das überwiegend aus YouTube-Videos besteht, soll das Publikum des Vlogs dazu anregen, sich selbstständig im informellen Kontext zu bilden und somit den eingangs zitierten Anstoß zu mehr Kreativität geben.

Durch die Verknüpfung verschiedener Netzwerke wird die effektive Reichweite des KreatiVlogs vergrößert und eine vielschichtige, hypertextuale und multimediale Lernumgebung kreiert, wie sie nur im Web 2.0 möglich ist. Schon 1997 zählte Frank Thissen verschiedene Vorteile multimedialen Lernens auf. Dazu gehört unter anderem die Freiheit der Lernenden im individuellen Lernprozess. Zeitpunkt, Dauer und Tempo des Wissenserwerbs können sie selbst bestimmen und ihren persönlichen Bedürfnissen anpassen. Die Strukturierung des Projekts kommt den Interessierten also entgegen. Sie können uneingeschränkt aus dem vorhandenen Angebot wählen und es bei Bedarf wiederholt abrufen.

Im Zentrum des KreatiVlogs steht dazu der gleichnamige YouTube-Kanal, auf dem die einzelnen Videos verfügbar sind. Unterteilt sind sie in die Bereiche Musik, Schreiben und Fotografie. Sie behandeln jeweils spezifische Inhalte. Die Reihe „Schritt für Schritt zum eigenen Musikvideo“ beschäftigt sich mit technischen und gestalterischen Aspekten, die es bei der Erstellung eines Musikvideos zu beachten gilt. Die Videos zum kreativen Schreiben vermitteln einige Grundlagen, die man sich als Hobbyautor vor allem am Anfang vor Augen führen sollte. Dazu gehören das Sammeln von Ideen, das Überwinden von Schreibblockaden und das Erzeugen von Spannung. Die Videos für Hobbyfotografen umfassen sowohl hilfreiches technisches Wissen wie auch Basteltipps, mit denen man sich ohne großen finanziellen Aufwand das Fotografieren erleichtern kann.

Eine Verbindung zu den sozialen Medien wird durch Videos bzw. Blogeinträge hergestellt, die auf Online-Communities aufmerksam machen, in denen man seine kreativen Werke veröffentlichen und mit Anderen teilen kann. Somit hat Social Software in diesem Projekt eine Doppelbedeutung: einerseits dient sie als das Werkzeug, mit dem der KreatiVlog bearbeitet und verbreitet wird; andererseits sind die sozialen Medien selbst Thema des KreatiVlogs. Das Projekt nutzt ihre Vorteile nicht nur, sondern führt diese auch der Zielgruppe – speziell im Zusammenhang mit ihren kreativen Interessen – vor Augen. Dieser Überblick macht deutlich, dass es sich beim KreatiVlog um ein sehr umfangreiches Projekt handelt – sowohl, was die angeschnittenen Themenbereiche wie auch die Einbettung in das Web 2.0 betrifft. Der KreatiVlog ist Teil mehrerer Social-Software-Tools. Es schien notwendig, ihn für die Zielgruppe eindeutig identifizierbar zu machen. Aus diesem Grund erfolgte die Namenswahl nicht beiläufig, sondern stellte einen wichtigen ersten Schritt im Projektverlauf dar. Gerade weil es etwa auf YouTube nicht leicht ist, Zuschauer auf sich aufmerksam zu machen, sollte der Name zwei Komponenten beinhalten. Einerseits sollte er Aufschluss über den technischen Schwerpunkt des Projekts geben – nämlich die Erstellung von Tutorialvideos in regelmäßigen zeitlichen Abständen. Weil es sich dabei um einen audiovisuellen Blog handelt, spricht man auch von einem Vlog. Der Begriff setzt sich zusammen aus den Worten Video und Blog bzw. Weblog. Andererseits sollte der Name Interesse für die Inhalte wecken bzw. die kreative Zielgruppe direkt ansprechen. Das Ergebnis einiger Überlegungen – auch bezüglich der Schreibweise – war schließlich der nun schon mehrfach genannte Name KreatiVlog.

Projektteam

Folgende kurze Vorstellung der Verantwortlichen findet sich auf der Facebook-Seite. Diese dient dazu, dem Projekt ein "Gesicht" zu geben und Interessierten die Menschen hinter dem KreatiVlog etwas näher zu bringen.

Nina (21):

"Eigentlich tue ich sehr viele Dinge gerne. Ich spiele seit etwa 10 Jahren Gitarre und Klavier, fotografiere gern und mache hobbymäßige Video- und Fotobearbeitung. Außerdem habe ich mich darin versucht, eigene Musik-Cover auf YouTube und anderen Plattformen zu veröffentlichen. Und eigentlich würde ich noch vieles mehr gerne lernen. Manchmal frage ich mich: "Hobby"...was ist das schon? Man singt, tanzt, malt, oder treibt Sport und versucht immer das Beste und noch mehr aus sich selbst herauszuholen. Und doch gibt es immer jemanden, der viel besser darin ist, was einem doch selbst so am Herzen liegt. Mein Tipp für euch ist: Wenn euch etwas Spaß macht, dann tut es! Ich habe viele Menschen kennen gelernt, die ungeahnte Talente haben, sich aber nicht trauen, diese auch zu zeigen. Lasst euch nicht davon abschrecken, was andere "können". Ich hoffe wir können euch mit unseren Videos nahe bringen, dass die Welt eure Talente sehen möchte!"

Franzi (20):

"Ich spiele Klavier, mag Musik im Allgemeinen sehr gerne und beschäftige mich mit Vorliebe mit Fotos, Bildbearbeitung und Bildgestaltung. Hier versuche ich mich stetig zu verbessern. Das funktioniert beim Fotografieren wunderbar mit der "Trial and Error"-Methode. Manche Dinge lernt man auch einfach nur, indem man herumprobiert. Als Ausgleich zum vielen am-PC-Sitzen brauche ich Bewegung. VIEL Bewegung. Lieblingssportarten habe ich kaum. Ich mache von allem ein bisschen: Turnen, Tanzen, Slackline, Parcours, Trampolin und natürlich gewöhnliche Dinge wie Schwimmen, Skifahren und Radln. Mein Tipp für euch? Öfter mal was Neues! Es gibt viele Menschen mit DEM Talent, für die ganz klar ist, worauf sie sich konzentrieren sollten. Und dann gibt es so Leute wie mich. Ich kann viel, aber nichts wirklich gut. Manchmal deprimierend, weil grundsätzlich jemand viel besser ist; andererseits auch bereichernd. Wenn ihr auch nicht DAS EINE Talent oder Interesse habt, kann ich euch nur raten: probiert euch durch. Ihr habt im Gegensatz zu den "1-Talentlern" noch die Freiheit der Vielfalt."

Doro (19):

"Wie ihr vielleicht ahnt, ist Schreiben neben Amateurfotografie, Bildbearbeitung und Zeichnen schon seit Längerem ein Hobby von mir. Leider komme ich selten dazu. Und - Hand auf's Herz - neben der Zeit fehlt manchmal auch einfach die nötige Motivation oder Inspiration. Für's Schreiben muss man sich Zeit nehmen. Deshalb kann ich allen Schreibfreudigen nur eines raten: Nehmt sie euch. Wenn man das tut, ist es eine wunderbare Möglichkeit, seine Gedanken, Gefühle und Eindrücke zu verarbeiten. Ich freue mich, dass ich durch den KreatiVlog auch im Rahmen des Studiums wieder öfter über das Schreiben nachdenken und selbst noch etwas dazulernen kann. Und ich hoffe, dass meine Tipps es euch erleichtern, den Stift in die Hand zu nehmen!"

Rubriken

Wie bereits erwähnt, behandelt unsere Lernumgebung drei Formen von kreativem Arbeiten: Musik, Fotografie und Schreiben. Diese Aufteilung entstand aus unseren persönlichen Interessen und Neigungen. Jeder von uns hat auf einem oder mehreren dieser Gebiete spezifisches Wissen und Erfahrung. Es lag also nahe, dass wir unsere Lernplattform danach ausrichten. Dies erleichterte es uns, passende Inhalte für die Videos auszusuchen und verständlich aufzubereiten.

Musik

Die Rubrik Musik beschäftigt sich im Speziellen mit dem Produktionsweg eines Musikvideos. In der heutigen Zeit wird es immer populärer, auf YouTube eigene Cover-Versionen von bekannten Songs oder auch selbstgeschriebene Lieder als Video zu verbreiten. Immer mehr Menschen erhoffen sich, wie Justin Bieber oder Lana Del Rey durch ihre Musikvideos auf YouTube von einer Plattenfirma entdeckt zu werden und damit berühmt zu werden, wie es auch diese YouTube-Stars geschafft haben. Andere sind Hobbymusiker und wollen ihrem Talent lediglich Ausdruck verleihen, indem sie es audiovisuell veröffentlichen und mit Anderen teilen. Daraus ergibt sich, dass immer mehr Menschen ein Musikvideo produzieren wollen und das Interesse an dementsprechenden Anleitungen im Internet dadurch in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist.

Aus diesem Grund soll die Rubrik „Musik“ im KreatiVlog den Zuschauern genau das bieten. Es entstanden und entstehen noch mehrere Videos, die den Prozess der Entstehung eines relativ professionellen YouTube-Musikvideos als Anleitung beschreiben. Dabei ging es von einem Einführungsvideo über den gesamten Entstehungsprozess bis hin zu mehreren detaillierten Anleitungsvideos zu jeweils einem Produktionsschritt wie z.B. dem Erstellen eines Instrumentals oder dem Aufnehmen des Gesangs mit der entsprechenden Software.

Hat der Zuschauer alle Videos der Serie gesehen, so soll er selbstständig in der Lage sein, mit den beschriebenen Hilfsmitteln sein eigenes Musikvideo zu erstellen. Demonstrierst wurde der Entstehungsprozess an dem Lied „The Boxer“ von Simon & Garfunkel, welches im Verlauf der Entstehung der Tutorials von einem Teammitglied des KreatiVlogs gecovert und in einem entsprechenden Musikvideo schrittweise visualisiert werden soll. Um den Zuschauern das Ergebnis nicht vorzuenthalten, wird dieses fertige Musikvideo am Ende der Serie auch auf dem YouTube-Channel des KreatiVlogs hochgeladen. Da es sich in dieser Rubrik um Tutorials zur Videoproduktion handelt, eignet sich YouTube hervorragend, um diese zu veröffentlichen, denn dadurch ist sichergestellt, dass die Nutzer dieser Plattform, die in die Lage kommen könnten, ein Video produzieren zu wollen, auch erreicht werden. Durch die Verbindung von Audio- und Bildmaterial kann im Video jeder Schritt der Anleitung genau nachvollzogen werden. In jeweils dazugehörigen Blogeinträgen wurden hauptsächlich Schwierigkeiten oder Outtakes und zusätzliche Informationen an interessierte KreatiVlog-Zuschauer weitergegeben.

Videobeispiel "Schritt für Schritt zum eigenen Musikvideo - Einführung"

Fotografie

Im Abschnitt Fotografie wurden die Themen "Fototools selber basteln", "Fotocommunities", "Goldener Schnitt" (nur auf dem Blog) und "Copyright-Wasserzeichen erstellen" behandelt. Im ersten Video zeige ich, wie man sich Gold-, Silber-, Weiß-, Schwarzreflektor und Diffusor aus einfachen, günstigen Materialien selbst basteln kann. Diese Tools helfen im fotografischen Alltag erheblich, die Lichtverhältnisse um ein Objektiv herum nach den eigenen Vorstellungen zu verbessern. Im zweiten Film vergleiche ich die beiden Fotocommunities "DeviantArt" und "Fotocommunity". Damit möchte ich den Zuschauern zwei Kanäle näher bringen, durch die ihre Bilder an die Öffentlichkeit gelangen können. Zudem kann in diesen Netzwerken hilfreiches Feedback zu den eigenen Werken gegeben werden. Den goldenen Schnitt als mögliche gestalterische Technik erkläre ich in textueller Form auf dem Blog. Während dieser Abschnitt entstand, war es mir krankheitsbedingt nicht möglich, ein Video zu drehen. Das letzte Video behandelt die Nachbearbeitung der Fotos mit Photoshop unter dem Aspekt, ein Wasserzeichen als Copyright auf die Bilder zu setzen. Dies schützt zwar nicht gänzlich vor Urheberrechtsverletzungen durch andere Internetnutzer, kann aber abschrecken und zumindest die Klärung möglicher Urheberrechtsstreitigkeiten erleichtern. Ich entschied mich bewusst für diese vier Aspekte, da sie sich einfach umsetzen ließen und wahrscheinlich relativ viele Personen ansprechen. Es handelt sich um Grundelemente aus dem Bereich der Fotografie, die allerdings vielen Hobbyfotografen nicht geläufig sind.

Videobeispiel: "Fotozubehör basteln"

kreatives Schreiben

Ziel dieser Rubrik ist es, allgemeine Anregungen ohne Beschränkung auf eine Literaturgattung wie beispielsweise die Lyrik zu geben. Daher behandeln die Videos keine theoretischen bzw. gattungsspezifischen Grundlagen wie Metrik oder Merkmale von Kurzgeschichten. Vielmehr soll der Bereich einen Einblick in die anfänglichen Hürden geben, die sich selbst professionellen Autoren in den Weg stellen. Weil die Entwicklung von Geschichten und Texten sehr individuell und von der Fantasie des Verfassers abhängig verläuft, erschien es passend, im KreatiVlog Fragen zu beantworten, die man sich am Anfang zumindest der ersten selbst verfassten Texte stellt: Wo lässt man sich inspirieren und wie sortiert man die Ideen im Kopf? Wie bringt man den ersten Satz zu Papier? Wie formuliert man seine Gedanken so, dass sie auch anderen interessant erscheinen und zum Weiterlesen verleiten? Daraus gingen die Themen der drei erstellten Videos hervor: "Sammeln von Ideen", "Überwinden von Schreibblockaden" und "Spannung und Abwechslung".

Die Videos sind alle nach dem gleichen Schema aufgebaut. Am Anfang steht ein kurzer Überblick über die Thematik des Videos und ihren Sinn. Dann folgen mehrere Tipps - durch Schnitte bzw. Bildüberblendungen voneinander abgegrenzt -, die großteils durch Beispiele veranschaulicht und besser verständlich gemacht werden, und eine Verabschiedung.

Beispielvideo: "Kreatives Schreiben - Spannung und Abwechslung"

Web-2.0-Tools

Zur Gestaltung einer neuen mediendidaktisch konzipierten Lernplattform nahmen wir verschiedene Web-2.0-Anwendungen zu Hilfe. Diese füllten wir nicht nur mit Inhalt, sondern verknüpften sie miteinander. So wurde jeder Anwendung eine eigene, wichtige Funktion zuteil und es entstand eine mittlere Verflechtung.

Verflechtung der Web 2.0 Tools

YouTube und Wordpress spielen eine zentrale Rolle, aber auch Facebook und Twitter tragen zur Verbreitung und Gestaltung der Lernumgebung bei. Alle Webanwendungen sind nahezu auf allen anderen verlinkt oder direkt eingebunden.

YouTube

Wir entschieden uns bewusst für die Videoplattform YouTube, da sie ein sehr populäres Netzwerk ist, auf dem sich zudem die Bereitstellung und Rezeption von Tutorien bereits stark etabliert hat. Dadurch erhofften wir uns eine möglichst große Reichweite unseres Kanals.

YouTube bietet zudem die Option, Kanäle zu abonnieren, sodass Interessierte sich beispielsweise per E-Mail über neue Videos benachrichtigen lassen können. Dies sorgt dafür, dass die Rezipienten, die sich für unser Projekt interessieren und den Kanal abonniert haben, all unsere Videos erreichen.

Die Entscheidung zu Videoproduktionen fiel vor dem Hintergrund, dass es sich hierbei - wie eingangs erwähnt - um eine gängige Methode im Bereich der Amateure handelt, ihr Wissen bzw. Können mit Anderen zu teilen. Somit wird sich die von uns angesprochene Zielgruppe auch auf diesem Weg nach Angeboten umsehen. Desweiteren lassen sich komplexe Themen wie die Erstellung von qualitativ hochwertigen Tonaufnahmen durch Filmen der durchgeführten Aktionen am einfachsten erklären. Auch Astleinter, Pasuchin und Wiesner (2006) leiten aus Meyers "Theorie des Lernens mit Multimedia" (2001) ab, dass Lerninhalte besser verstanden werden, wenn Informationen gehört statt gelesen werden. Die Theorie geht davon aus, dass das menschliche Arbeitsgedächtnis in getrennte Kanäle mit beschränkter Aufnahmefähigkeit unterteilt ist: auditive und visuelle. Die Autoren erklären desweiteren, dass "bedeutungsvolles Lernen [dann] geschieht [...], wenn ein Lernender in jedem Kanal relevante Information auswählt [...] und Verbindungen zwischen [diesen] herstellt" (Astleitner, Pasuchin, Wiesner, 2006, S.9).

Ein weiterer Aspekt der für YouTube-Videos sprach, ist der der Mobilität. YouTube ist als App für Smartphones verfügbar, was es den Zuschauern ermöglicht, unsere Videos auch unterwegs mit mobilen Endgeräten abzurufen. Dies wäre zwar theoretisch mit dem Wordpress-Blog ebenso möglich, jedoch lassen sich Texte auf mobilen Geräten nur erschwert lesen und erfordern ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, das in Alltagssituationen mit Tablets oder Smartphones nicht immer gegeben ist - zum Beispiel während einer Zugfahrt.

Im Moment (Stand: 10.02.2013) wird unser Kanal von 14 Nutzern abonniert.

YouTube Statistik YouTube Statistik

Wordpress

Neben dem YouTube-Kanal bildet der Blog http://kreativlog.wordpress.com das zweite bedeutende Standbein des KreatiVlogs. Hier werden neue Videobeiträge angekündigt, Hintergrundinfos und schließlich die fertigen Beiträge publiziert. Am Anfang des Projektes wurde auch "Tumblr" in Betracht gezogen, Wordpress schien uns aufgrund der größeren Funktionsvielfalt aber als geeigneter. Hier können Rubriken erstellt werden, was auf Tumblr nicht möglich ist. Diese Funktion war uns wichtig.

Einen Blog richteten wir ein, um einerseits unser Publikum um die Gruppe der Wordpress-Nutzer erweitern zu können und andererseits eine Möglichkeit zu haben, Hintergrundinformationen einfach und unkompliziert zu veröffentlichen. Fotos auf YouTube zu posten ist kaum möglich und dort auch nicht üblich. Solche Beiträge würden auf dieser Plattform wenig Anklang finden. Durch diese zweigeteilte Struktur ist es zudem einfacher, die zentralen Videos und zusätzliche Informationen zu trennen. Nutzer, die sich solche Beiträge gerne ansehen möchten, können dies auf dem Blog übersichtlich und nach Themen sortiert tun.

Der Blog ist in fünf Kategorien eingeteilt:

  • Allgemeines
  • Design
  • Musik
  • Fotografie
  • Schreiben

Diese Kategorien sorgen dafür, dass die Nutzer Beiträge nach ihren Interessen filtern und sich so gezielt bestimmte Beiträge anschauen können. Wird keine spezielle Kategorie ausgewählt, werden alle Beiträge in umgekehrt chronologischer Reihenfolge aufgeführt. Am rechten Rand befindet sich eine Navigationsleiste, in der sowohl der YouTube-Kanal als auch die Facebook-Seite und der Twitter-Stream verlinkt bzw. eingebunden sind. Dies soll bewirken, dass Besucher des Blogs auf diese Seiten weitergeleitet werden.

Insgesamt wurde die Struktur des Blogs also so angelegt, dass Besucher möglichst schnell und unkompliziert zu den Beiträgen kommen, die sie wirklich interessieren. Das ist besonders wichtig, da wir durch die Dreiteilung in Musik, Fotografie und Schreiben nicht davon ausgehen können, dass jeder Nutzer alle Bereiche spannend findet. Für einen selbst offenbar unwichtige Informationen betrachten zu müssen, bevor man an den eigentlich interessanten Inhalt gelangt, bedeutet schließlich Aufwand und senkt stark die Motivation, länger auf dem Blog zu verweilen.

Logo

Das Design wurde von uns eigens für das Projekt mithilfe eines Vektor- und diverser Bildbearbeitungsprogramme entworfen und findet sich neben Wordpress in leicht veränderter Form auch auf YouTube, Facebook und Twitter wieder. Somit ist neben der inhaltlichen Verbindung auch eine optische geschaffen und das einfach gehaltene Logo weist einen gewissen Wiedererkennungseffekt auf. In den Blog-Kategorien "Design" und "Allgemeines" wird darauf ebenfalls näher eingegangen. Hier erfahren Besucher zudem etwas über die Entstehungsgeschichte des Projekts und den Ursprung der Bezeichnung "KreatiVlog". Sie stellt eine Verbindung aus den Worten "kreativ" und "Vlog" dar. Vlogs bezeichnen jegliche Art von Video-Weblogs, also tagebuchähnliche Seiten im Internet.

Insgesamt haben wir auf dem Blog 21 Artikel mit 29 Schlagwörtern veröffentlicht. Alle Schlagwörter werden am unteren Rand der Seite zu einer Wolke zusammengefasst dargestellt. Dies ermöglicht es Besuchern nach ganz bestimmten Begriffen zu filtern.

Statistik des Wordpress Blogs

Facebook und Twitter

Unterstützend zum YouTube-Kanal und Wordpress-Blog richteten wir für unseren KreatiVlog eine eigene Facebook-Seite und einen Twitter-Account mit gleichem Namen ein. Diese beiden sozialen Netzwerke dienen der Verbreitung unserer Videos und der Beiträge auf dem Blog. Wir entschieden uns dafür, da uns durch die Funktionen des Teilens und Retweetens eine größere Reichweite zur Verfügung steht. Wir haben Beiträge der Facebook-Seite mit unseren privaten Accounts mit "Gefällt mir"s versehen und geteilt, sodass sie auch für unsere Freunde sichtbar wurden, die selbst nicht die KreatiVlog-Seite abonnieren. Ein weiterer Grund, der für die Einrichtung einer Facebook-Seite sprach, war die Option, dort auch einzelne Fotos oder zusätzliche Informationen zu posten.

Auf Twitter war zwar unser privater Follower-Kreis bei weitem nicht so groß wie die Freundeslisten auf Facebook, durch Hashtags wie "#kreativ" oder themenspezifische Schlagwörter vergrößerten wir aber unsere Twitter-Reichweite. Tweets des KreatiVlogs werden somit angezeigt, wenn Personen nach diesen Tags suchen.

Unsere Facebook-Seite wird derzeit von 79 Personen abonniert. Auf Twitter folgen uns aktuell 9 Personen. Es zeigt sich also, dass Facebook eine weitaus bedeutendere Rolle als Twitter für unsere Lernumgebung spielt. Dies mag wohl auch an den Verbreitungsunterschieden der beiden Netzwerke in Deutschland liegen. Und daran, dass Twitter stark an der Chronologie der Beiträge ausgerichtet ist und die Profile der Nutzer eher schlicht und wenig umfangreich ausfallen. Im Gegensatz dazu bietet Facebook die Möglichkeit, die Projektseite mit vielen Informationen zu füllen. So haben wir durch Einbinden der Applikation "Shortstack" eine eigene Unterseite für das Team des KreatiVlogs eingerichtet, auf denen wir uns jeweils kurz vorstellen.

Wiki

Das Wiki unter http://andre-spang.de/wiki/index.php?title=KreatiVlog:_Talente_mit_den_sozialen_Medien_verknüpfen bietet eine Übersicht unserer Projektes. Hier werden alle verwendeten Webanwendungen aufgezählt und kurz angesprochen. Unter dem Punkt YouTube sind alle veröffentlichten Videos eingebunden. Im Abschnitt Twitter ist der Tweet-Stream des KreatiVlogs eingebettet. Die Facebookseite ist mit einem Screenshot verlinkt. Das Wiki selbst ist auf keiner der Plattformen verlinkt, sodass es für unser Publikum nicht direkt zugänglich ist. Dafür haben wir uns entschieden, da unsere Lernumgebung mit den vier Netzwerken bereits sehr vielschichtig und zerstreut ist. Diese Verteilung wollten wir nicht durch einen fünften Knotenpunkt verstärken. Auch sind die Informationen auf der Wikiplattform eher knapp gehalten. So dient dieses hauptsächlich den übrigen Seminarteilnehmern und der Seminarleitung. Hier können sie die grobe Dokumentation unseres Projektes verfolgen und alle Aspekte übersichtlich gebündelt betrachten.

Durchführung

Videoproduktion

Doro (19) über den Entstehungsprozess der Videos zum kreativen Schreiben:

"Natürlich habe ich mich nicht einfach vor die Kamera gesetzt und aus dem Nähkästchen geplaudert. Ich habe mir zunächst Gedanken dazu gemacht, was das jeweilige Video umfassen könnte. Zum Beispiel sammelte ich in Form von Clustern Begriffe, die mir zum Thema "Spannung und Abwechslung" eingefallen sind. Dabei bin ich zunächst von meiner eigenen Erfahrung ausgegangen und habe mich in die Lage versetzt, selbst einen Text zu schreiben. Ich habe mich gefragt, worauf ich denn dabei (manchmal ganz unbewusst) achte, und ausgehend von diesen Gedanken das 'Drehbuch' für mein Video entwickelt. Natürlich erfolgte teilweise auch Recherchearbeit im Internet, um das eigene Wissen um das anderer zu erweitern und dieses gesammelte Wissen weitergeben zu können (was unseren Zuschauern die eigene, zeitintensive Recherche nach Tipps erspart). In mehreren Anläufen ist anschließend das Video entstanden. Pannen gab es - wie nicht anders erwartet - zahlreich: technische Probleme, ein zu auswendig und dadurch gekünstelt vorgetragener Text, plötzliche Wortausfälle und unvorteilhafte Lichtverhältnisse. Ein solches YouTube-Video ist mit mehr Aufwand verbunden, als man annehmen möchte. Umso mehr freut man sich bei der Nachbearbeitung am Computer über das Zusammensetzen der einzelnen Fragmente zu einem ganzen Video, das auf YouTube vorzeigbar ist."


Die Entscheidung zu Videoproduktionen fiel vor dem Hintergrund, dass es sich hierbei – wie eingangs erwähnt – um eine gängige Methode im Bereich der Amateure handelt, ihr Wissen mit anderen zu teilen. Somit kann davon ausgegangen werden, dass sich die vom KreatiVlog angesprochene Zielgruppe auch auf diesem Weg nach Angeboten umsehen wird.

Die Aufteilung der drei Teammitglieder auf die drei Bereiche des KreatiVlogs setzte sich auch in der Videoproduktion weiterhin durch. Die Videos entstanden – von der Konzeption bis hin zu Dreh und Schnitt – überwiegend in Eigenregie der jeweils zuständigen Person. Dadurch wurde die Suche nach einem für alle geeigneten Drehtermin umgangen und die Produktion der Videos ließ sich besser in die persönlichen Zeitpläne einpassen, was aufgrund der großen Anzahl und des schnellen Erscheinungsintervalls neuer Videos sehr wichtig war. Natürlich wurden die Videos trotzdem immer von jedem Teammitglied angesehen und eventuelle Verbesserungsvorschläge eingebracht.

Der Entstehungsprozess unterschied sich vor allem durch die verschiedenen Inhalte in den verschiedenen Rubriken deutlich. Einige Eckpunkte der Entstehung waren aber bei allen Videos gleich. Am Anfang stand die Themenfindung und daraufhin ein generelles Brainstorming, was das jeweilige Video an Inhalt umfassen könnte. Dieses Brainstorming war vor allem in der Rubrik „Schreiben“ besonders interessant. In der Videoserie zum Musikvideo waren die Inhalte der einzelnen Videos von vorn herein klar und im Einführungsvideo angekündigt. Die Erstellung des Konzepts stand hier also ganz am Anfang und vor dem ersten Video. In den anderen beiden Rubriken folgte die Erstellung des Konzepts auf das jeweilige Brainstorming sowie teilweise unterstützende Internetrecherche. Hierzu wurden die Inhalte genau definiert und aufgeschrieben.

Stand das Konzept, so folgte der Dreh – außer bei dem Einführungsvideo des KreatiVlogs, welches gemeinschaftlich entstand – ebenfalls überwiegend in Eigenarbeit des jeweiligen Teammitglieds. Nahezu alle Videos enthalten Teile, in denen die erklärende Person vor dem Computer sitzend und in einer erklärenden Funktion zu sehen ist. Hierzu wurden Webcams oder eine Spiegelreflexkamera verwendet.

Abgesehen von solchen Erklärungen enthalten die Videos auch andere Formate – wie vor allem in der Rubrik „Fotografie“ Fotos oder auch Bildschirmvideos in der Serie zum Musikvideo.

Diese einzelnen Sequenzen mussten darauf folgend im Schnitt zusammengefügt werden. Der Schnitt fand meist am PC der jeweilig zuständigen Person ab. Vor der Veröffentlichung wurde allerdings jedes Video noch einmal in dem professionellen Schnittprogramm „Adobe Premiere“ überarbeitet, zu dem nur eines der drei Teammitglieder Zugang hatte. Hier wurden das immer gleich aussehende Intro sowie ein Abspann in die Videos eingefügt. Auch andere wichtige Korrekturen wie gegebenenfalls die Rauschentfernung im Ton oder eine Verbesserung der Belichtung und die Lautstärke wurden auf diese Weise bei jedem Video noch vor der Veröffentlichung angepasst. Dies sicherte die notwendige Professionalität sowie die Einheitlichkeit aller Videos im KreatiVlog.

Der getrennte Weg der Videoproduktion verschaffte die Möglichkeit einer Veröffentlichung von Videos in angemessener Häufigkeit und passender Qualität, ohne einzelne Mitglieder des KreatiVteams übermäßig zu belasten.

Bloggen und Social-Media-Pflege

Von großer Bedeutung sind jedoch nicht nur die Videos und ihre Inhalte selbst. Die Motivation, sich mit den Lerninhalten auseinanderzusetzen, wird auch durch die Art und Weise ihrer Darstellung bzw. Präsentation beeinflusst. Gerade auf Plattformen wie YouTube oder Facebook ist es schwierig, aus der Masse hervorzustechen und Aufmerksamkeit zu erregen. Im Konzept des KreatiVlogs hingen der zugehörige Blog und die Pflege der Social-Media-Seiten auf Facebook und Twitter nah mit dem eigentlichen YouTube-Kanal zusammen. Während jede neue Aktion auf dem YouTube-Channel auch auf dem Entstehungsblog mit zusätzlichen Hintergrundinformationen veröffentlicht wurde, so wurden sie ebenso auf allen Social-Media-Seiten des KreatiVlogs angekündigt. Auch neue Blogeinträge wurden als Link auf Facebook und Twitter mit dem Zusatz der Hintergrundinformation bereitgestellt. So entstand ein dichtes Netzwerk, das sicherte, dass alle Nutzer des KreatiVlogs gleichermaßen über Neuigkeiten informiert werden konnten, da sowohl Facebook- als auch Twitternutzer sowie Blogleser und natürlich YouTube-Abonnenten, gleichzeitig informiert wurden. Die Tatsache, dass sich auf allen Internetseiten des KreatiVlogs auch Links zu den restlichen Netzwerken befinden, macht das Netzwerk komplett.

Die Blogeinträge selbst wurden neben ergänzenden Hintergrundinformationen dazu genutzt, auf neue Videos aufmerksam zu machen und ihr Thema kurz zu erläutern. Daher erhielt jedes Video einen eigenen Blogeintrag. Diese wurden beispielsweise durch das Einbinden von Bildern oder direktes Ansprechen der Zielgruppe ansprechender gestaltet. Auch kurz bevor ein neues Video erschien, wurde meist ein Blogeintrag mit einer Vorschau auf kommende Inhalte veröffentlicht. Hierfür war immer die entsprechende Person aus dem Team zuständig. Aber auch allgemeine Informationen, Neuigkeiten im Design oder lustige Ergänzungen wie ein Outtakes-Video wurden auf dem Blog veröffentlicht. Die Aufgabenverteilung war nicht klar eingegrenzt, da nur ein Zugang zum Blog bestand und somit alle Teammitglieder gleichermaßen an Inhalten und Artikeln arbeiten konnten. Die Teamarbeit funktionierte so reibungslos, dass eine zusätzliche Verteilung der Aufgaben an dieser Stelle nicht notwendig war.

Die Social-Media Präsenz des KreatiVlogs wurde auf ähnliche Weise gehandhabt. Vor allem Facebook stellte sich als überaus wichtige Verbindung zu Interessenten dar, da der Großteil der Zielgruppe einen Facebook-Account besitzt, während ein weitaus geringerer Anteil der Zielgruppe einen YouTube-Account hat oder aktiver Blogleser ist. Auch hatten Freunde und begeisterte Zuschauer die Möglichkeit, den KreatiVlog wiederum unter ihren Freunden zu verbreiten, indem sie die Seite oder einzelne Videos daraus teilten. Die Übersichtlichkeit einer Facebook-Seite unterstützte die Nähe zu Zuschauern des KreatiVlogs zusätzlich.

Zudem sollte den Lernenden vermittelt werden, dass sie bei Fragen oder Anregungen jederzeit einen Kommentar hinterlassen dürfen. Sowohl auf YouTube als auch im Blog, auf Facebook und auf Twitter, konnten Kommentare hinterlassen oder Nachrichten an die Macher des KreatiVlogs verschickt werden. Somit wurde den Nutzern eine Stimme verliehen. Beantwortet wurden derartige Mails gemeinschaftlich bzw. Fragen zu bestimmten Bereichen vom jeweils dafür zuständigen Teammitglied.

Die Social-Media-Nutzung zeichnete sich zusammen mit dem Blog durch die starke Vernetzung untereinander aus. Die gemeinschaftliche Pflege im Team und ausführliche Berichterstattung auf allen Ebenen unterstützten die Verbreitung und das Interessewecken im Netz zusätzlich.


Bloggen1 Bloggen2 Bloggen3

Probleme und ihre Lösung

Natürlich sind im Rahmen der Projektarbeit unterschiedliche Probleme entstanden, die sie behinderten und die es zu lösen galt. Die Bewältigung erfolgte stets gemeinschaftlich, sodass sich auch dieser Teil als kollaborative Gruppenarbeit gestaltete. Ein Großteil der entstandenen Schwierigkeiten war technischer Natur. So gab es bei der Produktion der Videos im Bereich „Kreatives Schreiben” erhebliche Probleme mit der Bildqualität. Durch einen Umstieg von der anfangs verwendeten Laptop-Webcam auf eine Kompaktkamera und die Nachbearbeitung am Computer konnte die Qualität auf ein annehmbares Maß angehoben werden.

Beim Schnitt der Videos tauchte ein weiteres Problem auf: da nicht alle Teammitglieder das gleiche Schnittprogramm besitzen, konnten zunächst kein einheitlichen Vor- und Abspann erstellt werden. Dieses Hindernis wurde beseitigt, indem die fertig geschnittenen Videos an ein Teammitglied weitergeleitet wurden, das dann Anfang und Ende hinzufügte.

Ein anderes Teammitglied hatte zum Ende des Jahres 2012 einen Defekt am Betriebssystem ihres Rechners, der sich nicht beheben ließ. Der Wechsel auf ein anderes System und die Suche nach einem brauchbaren OpenSource-Schnittprogramm zog eine Produktionslücke nach sich, sodass Verzögerungen in der Fertigstellung eines Videos die Folge gewesen wären. Zum Ausgleich wurde der goldene Schnitt in reiner Textform auf dem Blog behandelt.

Auch im zugehörigen Wiki gab es Schwierigkeiten. So konnte der Twitterstream zum KreatiVlog nicht richtig darin eingebunden werden. Die Projektgruppe befragte hierzu den Seminarleiter, der noch einmal den Quellcode für die Twitter-Erweiterung des Wikis erklärte. Trotzdem fällt der Stream gelegentlich aus, was jedoch auf Twitter selbst zurückzuführen sein dürfte.

Eine zentrale Hürde stellte die Verbreitung des YouTube-Channels dar. Zwar bemühten die Teammitglieder sich, die Videos auf Facebook durch Teilen an der eigenen Pinnwand und durch das Hinzufügen als Videoantwort zu ähnlichen Videos auf YouTube bekannt zu machen. Dies gelang allerdings nicht im erhofften Ausmaß. Vermutlich benötigt das Bekanntwerden solcher Channels einfach eine gewisse Zeitspanne und eine entsprechende Anzahl an Videos, die ein Semester übersteigt.

Eines der Hauptprobleme jenseits technischer Komplikationen war die Aufbereitung bestimmter Themenbereiche für das Videoformat. Gerade der Bereich “Kreatives Schreiben” war mit dem Umstand konfrontiert dass Schreibtechniken sich nur sehr schwer bis gar nicht bildlich darstellen lassen. So kam es, dass die dazugehörigen Videos eher schlicht gestaltet sind.

Auf dem Blog hingegen galt es, die Beiträge mit Grafiken oder Fotos aufzulockern, um die Aufmerksamkeit der Leser auch bei längeren Einträgen zu gewährleisten. Hier musste passendes Bildmaterial auf Seiten für lizenzfreie Grafiken gesucht oder – wie im Fall des Beitrags zum goldenen Schnitt – mit Vektorprogrammen selbst angefertigt werden.

Auch war es schwierig, immer den richtigen Mittelweg zwischen genügend Information beziehnungsweise Erklärung und nicht zu langen Videos zu finden. Vor allem die komplexen Tipps zur Ton- und Videoaufnahme bei der Musikvideoproduktion bergen die Gefahr überlanger Videos. Das könnte jedoch potentielle Rezipienten abschrecken. Daher wurden die Inhalte bestmöglich auf mehrere Videos aufgeteilt. Das eigens für den KreatiVlog angefertigte Design ließ sich nicht problemlos auf Wordpress anwenden, da die Darstellung von der Größe des jeweiligen Bildschirms, die sich bei den Rezipienten unterscheidet, abhängt. Die Folge war beispielsweise, dass der Titel-Schriftzug nur teilweise angezeigt wurde. Dieses Problem hätte sich einzig durch Entfernen des Schriftzuges ganz beheben lassen – eine professionelle Anpassung ist lediglich in der kostenpflichtigen Wordpress-Version möglich. Ein Löschen sollte aber vermieden werden, da die Schrift sich prinzipiell gut ins Design einfügt. Somit wurde versucht, das Ausmaß fehlerhafter Darstellung durch Anpassen des Texts möglichst gering zu halten.

Gruppeninteraktion

Die Zusammenarbeit im Projektteam verlief größtenteils erfreulich. Meinungsverschiedenheiten gab es vor allem in der Anfangsphase des Projekts, in der das Konzept und das äußere Erscheinungsbild des KreatiVlogs entstanden. Zunächst keimte die Idee, das Projekt auf Anleitungen für Musiker zu beschränken. Dies kollidierte allerdings mit den Interessen und dem Wissen der anderen Gruppenmitglieder. Weil untereinander bekannt war, wer welches Hobby primär verfolgt, konnte schnell eine Einigung gefunden werden. Der grobe Plan war daher innerhalb kurzer Zeit festgelegt. Zur Erleichterung der Kommunikation wurde eine Facebook-Gruppe erstellt. Positiv daran war, dass die Gespräche dort im gesamten Verlauf des Projekts nie stagnierten. Wer eine Frage stellte, musste nie lange auf die Antwort warten. Jedes Mitglied des Projektteams hat bereits Gruppenarbeiten erlebt, bei denen das anders war. Natürlich wurde nicht nur online kommuniziert. Bei einem ersten Treffen sollte das Konzept ausgefeilt werden. Es ging zunächst darum, Aufgaben zu verteilen und festzulegen, wie die einzelnen Inhalte aufbereitet werden sollen. Es dauerte eine Weile, bis eine Einigung gefunden wurde und jedes Mitglied mit dem Ergebnis zufrieden war. Nach der Überwindung dieser anfänglichen Hürde begab die Gruppe sich in einen CIP-Pool der Universität, um den Wordpress-Blog und den YouTube-Kanal bzw. generell ein Google-Konto für den KreatiVlog einzurichten. Auch in Bezug auf das Design gab es zu Beginn unterschiedliche Ansichten. Geteilt wurde die Ansicht, dass das Design farbenfroh, themenbezogen und wiedererkennbar sein sollte. Hintergrund, Logo und Header wurden dann von jeweils einem Gruppenmitglied angefertigt, sodass zum finalen Layout, das letztlich allen gefiel, jeder etwas beigetragen hatte. Die Arbeitsteilung verlief auch sonst problemlos und ohne viele Worte. Für die Inhalte der drei Bereiche Musik, Fotografie und Schreiben war jeweils eine Person hauptverantwortlich. Die Kooperation erfolgte vor allem bei der Pflege der einzelnen Web-Tools und dem Videoschnitt, da er die meisten Probleme mit sich brachte – wie im vorherigen Gliederungspunkt nachzulesen ist. Ideen und Verbesserungsvorschläge wurden in der Facebook-Gruppe ausgetauscht. Wer gerade Zeit hatte, brachte das Wiki auf den neuesten Stand und teilte es dem Rest der Gruppe mit, damit diese eventuelle Ergänzungen vornehmen konnte. Zwar konnten sich aufgrund diverser anderer Verpflichtungen nicht immer alle Teammitglieder gleichermaßen in das Projekt einbringen, doch gab es immer jemanden, der nach dem Rechten sah. Dass alle Mitglieder sich gleichermaßen verantwortlich für das Projekt fühlten, war demnach ein großer Vorteil. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Arbeit im Team die meiste Zeit über harmonisch verlief.

Reflexion

Der KreatiVlog nutzt die populärsten Social-Media-Webseiten, die online zu finden sind. Kaum eine Videoplattform ist bekannter als YouTube. Neben Twitter können die wenigsten Internetnutzer einen weiteren Microblog nennen. Jedem Blogger ist Wordpress ein Begriff und Facebook ist präsent wie sonst kein soziales Netzwerk. Dies sind die optimalen Voraussetzungen dafür, dass die Lerninhalte des KreatiVlogs ein möglichst großes Publikum erreichen. Es ist jedoch schwer, dieses Publikum auf sich aufmerksam zu machen. Das belegt die Zahl der Abonnenten und Follower des KreatiVlogs ebenso wie die Interaktion auf dem Blog. Einige hundert Menschen hat das Projekt bisher dennoch erreicht. Möglich ist das durch die Essenz des sozialen Webs: man teilt Inhalte. Die multimediale Aufbereitung des KreatiVlogs ermöglicht Interessierten die Verbreitung der Inhalte auf den unterschiedlichsten Kanälen. Mit einem Klick können sie beispielsweise ein Video zu ihrer Favoritenliste hinzufügen oder in ihr Facebook-Profil einbinden. Auf diese Weise erleichtern sie weiteren Gruppen – in diesem Fall ihrer Freundesliste – den Zugang zum KreatiVlog. Genau dies will der KreatiVlog erreichen. Einerseits will er einzelnen Personen ihre Fragen zu kreativen Themen beantworten. Andererseits sollen durch die Videos die Interaktion und Kommunikation im Zusammenhang mit kreativen Hobbies gefördert werden. Nicht nur mit dem Projektteam soll kommuniziert werden, wenn beispielsweise Fragen oder Verbesserungsvorschläge auftauchen. Auch innerhalb der Zielgruppe sollen die behandelten Tipps zum Gesprächsthema werden. Dadurch wird das in diesem Projektbericht besprochene individuelle informelle Lernen um kollaborative Prozesse erweitert, was bedeutet, dass die Lerninhalte des KreatiVlogs durch Gespräche mit kreativen Gleichgesinnten vertieft werden. Der KreatiVlog fördert das außerdem durch die Empfehlung diverser Communities, in denen man sich mit Anderen austauschen und eigene Werke veröffentlichen kann. Durch all diese Verknüpfungen erweitert er die moderne Lernkultur des Web 2.0. Trotz ihrer Vorteile beschränkt diese sich bisher fast ausschließlich auf den Bereich des informellen Lernens. In der Schule rückte das Web in den letzten Jahren zwar mehr in den Mittelpunkt, jedoch ist es meist eher Thema als Werkzeug. Erkunden, kreieren, teilen – diese Art und Weise, sich Lerninhalte anzueignen, ist längst noch nicht Alltag. Freilich sind die Inhalte des KreatiVlogs nichts, was im Lehrplan einer Schule steht. Sie sind bewusst praxisnah gewählt und nicht auf Faktenwissen begrenzt. Doch die Werkzeuge, mit denen das Projekt bearbeitet wurde, lassen sich ohne Weiteres auch einsetzen, um eher trockene Schulinhalte ergänzend zu behandeln. Lehrpersonen ist durchaus bewusst, dass das Web im Bereich der Bildung an Relevanz gewinnt. Gefragt sind ihre Innovationsfreude und die Bereitschaft, künftig neue Wege in der Lehre einzuschlagen. Welche Rolle YouTube, Wordpress, Facebook und Twitter dann übernehmen können, wird sich zeigen.

Literatur

  • THISSEN, Frank (1997): Das Lernen neu erfinden oder Neues Lernen mit neuen Medien.

In: Uwe Beck / Winfried Sommer (Hgg.), LEARNTEC 97. Europäischer Kongreß für Bildungstechnologie und betriebliche Bildung. Tagungsband, Karlsruhe 1997, S. 69-79. Online verfügbar unter: http://elib.uni-stuttgart.de/opus/volltexte/1999/233/pdf/233.pdf Letzter Zugriff: 10.02.2013

  • ASTLEITNER, Hermann; Pasuchin, Iwan; Wiesner, Christian (2006): Multimedia und

Motivation - Modelle der Motivationspsychologie als Grundlage für didaktische Mediengestaltung. Zeitschrift Medienpädagogik. ISSN 1424-3636. Zürich: Pädagogische Hochschule Zürich. Online verfügbar unter: http://www.medienpaed.com/2006/astleitner0603.pdf. Letzter Zugriff: 10.02.2013

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